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Geschichte der Marktgemeinde Traisen

Der Name Traisen ist keltischen Ursprungs "Tragisama"- die Laufende, Schnellfüßige. Der Ort hat seinen Namen vom Fluss erhalten.


1083

Die Tochter des Babenbergers Leopold I, Elisabeth, erhält als Mitgift bei der Hochzeit mit dem steirischen Markgrafen Ottokar den Besitz "Swaz des ist in der gegent von Wilhelmspurch unz in die Pistenicke". Daraufhin wurde dieses Land erschlossen. Im Buche der Schenkungen des Stiftes Göttweig wird Traisen erwähnt: "Prat illa ad Treisim et molas duas" (jene Wiesen an der Traisen und zwei Mühlen).

 

Mitte 12. Jahrhundert

Die Kirche St. Johann wird in Traisen erbaut und war bis zur Gründung des Stiftes auch Pfarrkirche von Lilienfeld.

 

1551

Die bis dahin eigenständige Pfarre wird dem Stift Lilienfeld angeschlossen.

 

1535

In einer Schenkungsurkunde wird erwähnt, dass zu dieser Zeit bereits Wein angebaut wurde

 

1536

Das Stift Lilienfeld ist zu dieser Zeit durch Kauf, Tausch und Schenkung Herr über die meisten Bauern in Traisen.

 

1683

Beim Türkeneinfall wird die Kirche und der Ort eingeäschert.

 

1684

Wiederaufbau der Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht wird.

 

1791

Ein Dokument aus dem Jahr 1825 gibt darüber Aufschluss, dass "Die ehemalige Pfarrwohnung im Verfolge der Zeit zu einer Schule eingerichtet wurde, welcher bereits durch vierunddreyßig Jahre ein geprüfter Lehrer vorsteht und welche gegenwärtig von vierunddreyßig Kindern besucht wird.". "Das Dörfchen" zählte 22 Häuser mit 150 Einwohnern.

 

1805 -1809

Franzosen ziehen, aus Mariazell kommend, durch Traisen.

 

1807

Es werden 31 Häuser von der Pfarre St.Veit an der Gölsen übernommen, wodurch die Einwohnerzahl auf 340 anwächst. Lediglich eine Hammerschmiede, hauptsächlich aber die durchführende Straße und der Wallfahrerweg nach Mariazell, geben dem unbedeutenden Dörfchen einiges Leben.

 

1833

Der Schweizer Georg Fischer erwirbt die stillgelegte Hammerschmiede.

 

1844

Sein Bruder Berthold Fischer kauft den Betrieb und beginnt mit der Herstellung von Tempergussfittings.

 

1870

Im Werk sind ungefähr 100 Arbeiter beschäftigt.

 

1873

Der Ort zählt 498 Einwohner.

 

1877

Die Eisenbahnstrecke St. Pölten - Hainfeld wird fertiggestellt. Ein Jahr später ist auch die Strecke Scheibmühl - Schrambach fertig.

 

1888

Dr. Alexander Curti errichtet in Scheibmühl ein Naturportlandzementwerk. Dieses erzeugt ab 1890 jährlich rund 12.000 t Zement. 1894 erwerben die Perlmooser Zementwerke AG. diese Anlage. Zu Beginn des ersten Weltkrieges wurde das Werk stillgelegt.

 

1897

Am 30. Juli reißt ein großes Hochwasser die Brücken in Traisen und Scheibmühl weg.

 

1906

Ein Gendarmerieposten wird in Traisen eingerichtet.

 

1914-1918

Im Werk sind während des ersten Weltkrieges über 6000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach dem Ende der Rüstungsproduktion gestaltet sich die Umstellung schwierig, sodass um 1920 lediglich 300 Personen in vierzehntägigen Turnussen beschäftigt sind.

 

1924

Traisen zählt bereits 3.305 Einwohner.

 

1926

Im Hinblick auf die gute wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung und die dadurch bedingte Bevölkerungszunahme wird Traisen zur Marktgemeinde erhoben

 

1938

Die "Feinstahlwerke Traisen AG., vormals Fischer", gehen in den Konzern der Österreichischen Alpine Montangesellschaft über. Nach dem vollständigen Umbau und der Erweiterung der Stahl- und Tempergießereianlagen konnte wieder eine rasche produktive Aufwärtsentwicklung erzielt werden.

 

Es erfolgt der Baubeginn der heutigen WAG - Siedlung.

 

1945

Vom 19.April bis 8. Mai verläuft die Frontlinie quer durch den Ort. Während der Kampfhandlungen und unmittelbar danach kommen durch Tieffliegerangriffe, Artilleriebeschuss, Erschießung, Erschöpfung und Verwundung rund 30 Zivilpersonen ums Leben; ungefähr 90 Wehrmachtsangehörige und 100 Sowjetsoldaten sind gefallen. Es werden 13 sowjetische und 4 deutsche Panzer abgeschossen, etwa 40 Gebäude, darunter 7 Bauernhöfe und mehrere Fabriksobjekte total zerstört und viele andere Wohnhäuser, Kleingewerbebetriebe und Werksanlagen zum Teil schwer beschädigt. 170 Gemeindebewohner mussten ihr Leben beim Kriegseinsatz bei der Wehrmacht und beim Volkssturm oder in Konzentrationslagern lassen.

1955

Das Stahlwerk wird aus der sowjetischen Verwaltung von der Österreichischen Alpine Montangesellschaft übernommen.

 

1957

Die Evangelische Pfarrkirche wird ihrer Bestimmung übergeben.

 

1959 - 1965

Errichtung des Volksheimes. (siehe Prolog von Walter Sachs)

 

1962

Die neuerrichtete Pfarrkirche "Jesus Christus, Erlöser der Welt" wird am 28. Oktober geweiht.

 

1973

Der Betrieb wird der VOEST angeschlossen. Umfangreiche Investitionen werden vorgenommen.

 

1988

Das Werk wird aus der Fa. VOEST-Stahl-Linz ausgegliedert.

 

1990

Es erfolgt die Teilung des Werkes in die beiden Firmen VOEST-Alpine, Stahl Traisen, Ges.m.b.H.und Fittings Traisen Ges.m.b.H., für letztere erwirbt der Georg Fischer Konzern eine Mehrheitsbeteiligung von 51 %.

 

1993

Das Seniorenwohnheim in Traisen, ein Gemeinschaftsprojekt von Wohnungsanlagen GesmbH. und Gemeinde, wird bezogen.

 

Die Marktgemeinde erwirbt sämtliche Sportanlagen im Gesamtausmaß von rund 6,4 ha von der Fa. VOEST bzw. der STIWOG. Zu dieser Zeit sind in beiden Werken rund 758 Mitarbeiter beschäftigt.

 

1997

Am 7./8. Juli beschert der Traisenfluss dem Ort - wie auch vor 100 Jahren - ein Hochwasser extremen Ausmaßes. Der Sachschaden im Ort beträgt mehr als 130 Millionen Schilling, Personen kommen glücklicherweise nicht zu Schaden.

 

In diesem Jahr werden 58 neue Genossenschaftswohnungen an ihre neuen Mieter übergeben.

 

1998

Das Altstoffsammelzentrum der Gemeinde wird fertiggestellt.

 

2001

Der neue Kindergarten Traisen-Markt in der Franz-Lettner-Gasse wird fertiggestellt und eröffnet.

 

2004

Die Gemeindebücherei wird umgebaut und modernisiert.

 

Zum Gedenken an den vor 50 Jahren verunglückten Traisner Motorradweltmeister Rupert Hollaus wird eine Gedenkausstellung im Volksheim organisiert.

 

2005

Im Jänner startet der „Traisner Einkaufsbus“ seinen Betrieb.

 

Die Gemeindeverwaltung erhält ein neues Bürgerservicebüro.

 

Von 1. bis 3. Juli ist Traisen Austragungsort der Landesfeuerwehr-Leistungsbewerbe.

 

Die Gemeinde nimmt an der Aktion „Gemeinde 21“ teil, bei der unter Mitwirkung der Bevölkerung ein Zukunftsleitbild für die Gemeinde erstellt wird.

 

2007

Der Traisner Gewerbeindex wird präsentiert und unterstreicht die Entwicklung der Gemeinde zu einem wichtigen Handels- und Wirtschaftsstandort.

 

2008

Der Kindergarten in der Kirchengasse wird wieder in Stand gesetzt und nimmt im September als dritter Kindergarten in Traisen seinen Betrieb auf.

 

2009

Die Gemeinde Traisen tritt dem Klimabündnis bei.

 

2011

Das Wohnbauprojekt "Betreutes Wohnen" am Rathausplatz wird bezogen.

 

2014

Kanalisation und Wasserleitungsnetz im Ortszentrum werden erneuert.

 

2015

Neugestaltung des Rathausplatzes, Eröffnung des Weltmeister-Fitnessweges und des Voralpenvogelweges

 

 

Quellen:
Kalteis Erich (1955): Chronik in Jahreszahlen.
Walter Sachs: Heimatkunde von Traisen.
Lettner Franz (o.J.): Heimatbuch der Marktgemeinde Traisen.
Anonymus (1990): Chronik des VOEST-Alpine-Werkes Traisen, Manuskript.

Marktgemeinde Traisen

Marktgemeinde Traisen, Bezirk Lilienfeld, NÖ, Mariazeller Straße 78, A-3160 Traisen, Tel.: 02762/62000-0, E-Mail: gemeinde@traisen.com